Neubau versus Altbau - wer die Wahl hat, hat die Qual!

Das historisch niedrige Zinsniveau weckt in uns den Traum einer eigenen Immobilie. Eine Investition in die eigenen vier Wände – egal ob Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte oder Eigentumswohnung – ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben und sollte gut überlegt sein. Ist die Entscheidung für die Investition in eine Immobilie gefallen, stehen zwei Varianten zur Auswahl: Neubau versus Altbau bzw. Bestandsimmobilie. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile und sollten auf die eigenen finanziellen Möglichkeiten sowie die individuelle Lebensplanung abgestimmt werden.


Der Neubau
Der Neubau bringt zunächst einmal den Vorteil, dass die eigenen Wünsche in Grundriss und Ausstattung berücksichtigt werden können: Barrierefreiheit, großzügige oder kleinere Zimmer, eine offene Küche oder ein schöner Kamin – individuellen Wünschen sind hier nur wenige Grenzen gesetzt. Zudem werden im Neubau modernste Technologien verbaut sowie eine energieeffiziente Bauweise mit hochwertigen Fenstern und Heizungsanlagen, Wärmedämmung und innovativen Baustoffen an den Tag gelegt. Hierdurch sind im Vergleich zum unsanierten Altbau meist deutliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Hinzu kommt, dass Reparaturen und Sanierungen über einen längeren Zeitraum nicht notwendig sind, was geringe Wohnnebenkosten nebst Instandhaltungsrücklage zur Folge hat. Wichtig zu wissen ist zudem, dass der Neubau auch unter dem Aspekt der Sicherheit meist die Nase vorn hat.



Der Altbau
Im Vergleich hierzu steht der Altbau auf den ersten Blick erst einmal schlechter da. Dennoch bietet auch diese Variante viele Vorteile. An erster Stelle ist sicherlich zu erwähnen, dass im Vergleich zu den meisten Neubauprojekten eine Besichtigung des gewünschten Objektes möglich ist. Hierbei kann sich der potentielle Käufer in aller Ruhe vom Zustand der Immobilie überzeugen und sich bei Bedarf Informationen über Dritte einholen. Überdies sind die Anschaffungskosten für eine Bestandsimmobilie zunächst meist geringer. Auch von Bedeutung ist, dass Bestandsimmobilien im Vergleich zum Neubau eine eigene Geschichte vorweisen können und sich in einer über viele Jahre gewachsenen Umgebung befinden. Den „Charme“, den ein Altbau versprüht, kann von einem Neubauobjekt oft nur schwer erreicht werden.



Sanierung und Förderung
Nicht zu vernachlässigen sind jedoch die meist nicht mehr zeitgemäßen Strom- und Rohrleitungsnetze, Elektroinstallationen sowie Heizungsanlage und Dämmung. Kosten für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sollten beim Kauf einer Bestandsimmobilie daher stets Berücksichtigung finden. Diverse Förderungsmaßnahmen wie beispielsweise die Fördermittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch von Ländern und Kommunen helfen jedoch bei der Realisierung notwendiger Maßnahmen. Gefördert werden Einzelsanierungsvorhaben wie z. B. Wärmedämmung, Austausch der Heizungsanlage oder auch eine energetische Gesamtsanierung. Für besonders hochwertige Erneuerungen im energetischen Bereich steht die KfW‑Bankengruppe für Maßnahmen zum Umbau als KfW‑Effizienshaus mit besonderen Förderprogrammen zur Seite. Um im Dschungel der Fördermaßnahmen den Überblick zu behalten, ist es gegebenenfalls ratsam einen Energieberater hinzuzuziehen. Sie möchten weitere Informationen zu Förderungsmaßnahmen, Ihre Bestandsimmobilie verkaufen oder interessieren sich für ein Neubauobjekt?



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